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Fördergelder & Subventionen

Schon interessant, dass nun endlich mal über Sinn oder Unsinn von Fördergeldern und Subventionen diskutiert wird. Hier habe ich einen interessanten Artikel zum Thema gefunden. Ausschnitt daraus:

… Die Empörung über Nokias Abgang aus Bochum ist groß. Politiker und Gewerkschafter verurteilen einmütig wie selten die Vergabe öffentlicher Gelder an Unternehmen. Mit Wortschöpfungen wie “Subventionsheuschrecke” und “Karawanenkapitalismus” machen sie ihrem Ärger Luft. Doch während die Vergabe von Subventionen auch innerhalb der Europäischen Union umstritten ist, zieht die Karawane längst weiter - ganz nach Osten, nach China…

Ich habe mich schon vor 20 Jahren klar gegen jede Art von Subventionen und Fördergeldern ausgesprochen und meine Meinung hat sich da auch nicht geändert.

Entweder eine Firma produziert wirtschaftlich, eben so dass die Bilanzen stimmen, oder sie hat in der freien Wirtschaft nichts verloren. Das man sich mit der Vergabe von Fördergeldern/Subventionen doch wohl nur genau solche Geschäftsgebaren heranzieht, scheint wohl vorher noch niemandem aufgefallen zu sein. Anders kann ich es mir nicht vorstellen.

Und dann gibt es sogar noch Politiker, die mit erhobenem Zeigefinger dastehen und die Firmen rügen, wie eine Mutter ihr Kind rügt, das unartig war. Hallo, wir sind hier nicht in der Krabbelgruppe oder im Sandkasten! Hat das vielleicht schonmal jemand bemerkt?

Ihr, die Subventionen und Fördergelder anbietet, genau ihr fördert doch das, was ihr nun verurteilen wollt? Wer heute wirtschaftlich überleben will, der muss knallhart kalkulieren und wer noch mehr erreichen will, der wird auch solche Angebote prüfen, ob sie in seine langfristige Planung passen.

Der 9.11.89 war der Tag, der den Weg zur jetzigen Entwicklung geebnet hat. Auch das habe ich damals schon gesagt, als alle im Freudentaumel waren.
Wer so blauäugig ist und die Versprechen glaubt, die damals gemacht wurden, der muss sich heute nicht wundern. Wer nur einigermaßen klar denken konnte, dem muss klar gewesen sein, dass der Sozialstaat Deutschland an dem Tag dem Bankrott gewidmet war.

Wer eine Ruine kauft oder auch als großzügiges Geschenk annimmt, der muss auch wissen, was die Sanierung kostet. Aber unsere Politiker damals scheinen allesamt in Mathematik eine 6 gehabt zu haben

Mein Vorschlag war schon damals:
Mauerfall ja, aber dann 2 Staaten und zwar so lange, bis die ehemalige DDR sich selbst saniert hat und nicht die Sanierungskosten auf allen möglichen anderen Schultern lasten.

Schon damals waren ja Fördergelder und Subventionen das A und O, in den Sand gesetzt hat man auch massenhaft. Gelernt hat man allerdings nichts daraus.


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3 Comments so far (Add 1 more)

  1. Die Fördergelder sind an Bedingungen geknüpft gewesen Tirilli. Diese Bedingungen wurden aber eben wohl eingehalten von der Firma N.
    Im Jahr 2006 war der Vertrag schon ausgelaufen, der damals geschlossen wurde. Es ist da einiges sehr komisch, nun will man z.B. prüfen, ob die vertraglich festgelegte Anzahl der Arbeitsplätze auch wirklich eingehalten wurde?
    Das fällt einem jetzt ein, 2 Jahre nach Vertragsablauf?
    Sowas wird nicht eher geprüft? Vor allem war die Vertragslaufzeit weitaus kürzer, als es in der EU sonst üblich ist. Da wurden irgendwelche Sonderkonditionen geschaffen.

    Ich gebe hier eben auch den Verantwortlichen für diese Verträge die größte Schuld und werfe ihnen Inkompetenz vor.
    Wenn ich ein Stück rohes Fleisch bei 30° in die Sonne lege, muss ich mich nicht wundern, wenn Schmeißfliegen kommen und sich satt essen. Nichts anderes sind Fördergelder und Subventionen.

    Und grad eben höre ich, die Firma OHB soll 300 Mio bekommen für die Übernahme des Airbus Baues. Und nun Achtung!
    Zurückzahlen müssen sie nur, wenn sie schwarze Zahlen schreiben. Ansonsten wird das unter Verluste verbucht, für die wir Steuerzahler aufkommen müssen.

    Haben die noch nichts gelernt? Ja das Volk muss sich wehren, nur gegen wen, das ist die Frage für mich viel eher.
    Man sollte sich wohl eher dagegen wehren, dass immer mehr Perlen vor die Säue geworfen werden und nicht nur denen die Schuld geben, die die Perlen aufsammeln.

    1. Wu-Lan-Tong on Januar 21st, 2008 at 07:42
  2. Vor einiger Zeit hat der Reifenhersteller Conti aus Hannover in Deutschland ein Werk geschlossen, obwohl es schwarze Zahlen schrieb. Die Produktion wurde nach Rumänien verlegt. Für mich gilt seit her: KEINE Conti-Reifen auf mein Auto.
    Zum Thema Subventionen so viel: BMW, Daimler Benz und Porsche haben im Osten der Republik Werke eröffnet. Porsche hat auf alle Subventionen verzichtet. Die beiden anderen Autohersteller haben das NICHT getan. Daimler zahlt in Stuttgart schon lange keine Steuern mehr, die rechnen sich arm. Und das ist zulässig.
    Ich wünsche dir einen guten Start in die neue Woche.
    Liebe Grüße aus dem Kraichgau
    Helmut

    2. Helmut on Januar 21st, 2008 at 06:44
  3. Hallo Wu!
    Wichtig wäre es, dass das Volk jetzt durch Verweigerung zeigt, dass es nicht alles mit sich machen lässt. Damit Nachfolgende sich das dreimal überlegen. Bin froh, dass ich kein Nokia habe!
    Ich kenne mich mit deutschen Gesetzen nicht so aus, sind denn an solche Subventionen keine Bedingungen geknüpft? Und wenn nicht, warum?

    Ich hoffe, es geht dir gut!
    Liebe Grüße!
    Tirilli

    3. Tirilli on Januar 21st, 2008 at 02:41

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