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Kulinarische Kindheitserinnerungen

Und es hat mich noch ein Stöckchen von Prinzzess getroffen

Sie möchte wissen, welche 3 Speisen und Getränke ich mit meiner Kindheit verbinde

Da wäre an erster Stelle Milchsuppe mit Klunten und dazu Reibekuchen
Kochen konnte sie nur meine Oma, ich habe diese Milchsuppe einfach geliebt.
Die Reibekuchen waren natürlich aus frischen Kartoffeln gerieben.

Ja und dann Graubrot mit Butter und darauf Vollmilchschokolade von der Tafel mit dem Messer abgeraspelt und draufgestreut

Und Nummer 3 wäre Omas Sauerkrauteintopf mit Schweineschwänzchen, Öhrchen und Eisbein gekocht.
Da konnte ich mich immer schon reinsetzen

Bei den Getränken wird es schon etwas schwieriger

Kinderkaffee, den hab ich schon ganz früh getrunken, ich war höchstens 4 Jahre alt.
Es war Bohnenkaffee (kein Muckefuck) mit viel Dosenmilch und 3 Löffeln Zucker.
Jeden Morgen zum Frühstück gab es eine Tasse

Und dann gleich als ächstes Kinderlikör
Das war Eierlikör mit Dosenmilch gemicht und Kakaopulver draufgestreut.

Und dann kam irgendwann das original TriTop raus, Mandarine mochte ich am liebsten
Und das, was es heute gibt, sich original nennt, schmeckt anders

Ich leg das Stöckchen hier ab und jeder, der möchte kann sich gern bedienen


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One Comment

  1. Das ist gar nicht so einfach. Mir fällt zunächst immer der aufgewärmte Fraß ein, den mir meine Großmutter vorgesetzt hat, nachdem ich 1 Stunde nach Schulschluss mit dem Bus nach Hause kam.

    Trotzdem gab es auch in meiner Kindheit kulinarische Höhepunkte. Dazu gehört die Buttercremetorte, die mein Vater (gelernter Bäcker) zu jedem Geburtstag herstellte. Warum mein Vater die Herstellung des Wiener Bodens und der Creme meiner Mutter überließ und eigentlich immer unzufrieden mit dem Ergebnis war, wird sein Geheimnis bleiben. Die Torte hat trotzdem köstlich geschmeckt.

    Eine weitere Köstlichkeit stellt auch heute noch für mich der Schlesische Kartoffelsalat dar. Die Besonderheit besteht in einer eher kuriosen Zutat: Bismarckhering. Selbst Fischliebhabern wird bei dem Gedanken an Fisch im Kartoffelsalat möglicherweise schaudern. Aber ich kann bestätigen, dass diese ungewöhnliche Zutat einen gewöhnlichen Kartoffelsalat zu einer Köstlichkeit macht.

    Die dritte Speise, die ich ganz stark mit meiner Kindheit verbinde, ist etwas, was ich bei einem Ferienaufenthalt in Gronau kennen gelernt habe: Brot mit Butter und Bananenscheiben, überstreut mit Schokoladenstreusel aus Holland (Enschede). Das sollte ich mal wieder essen. Die Schokostreusel gibt es inzwischen auch in Deutschland.

    Getränke, die ich mit meiner Kindheit verbinde, zu benennen fällt mir noch schwerer. Gut und gerne kann ich mich an einen Brunnen in Weißbach (Sachsen) erinnert, aus dem ich während meiner zahlreichen Sommerferienaufenthalte getrunken habe. Das Wasser war dermaßen kalt, dass ab einer bestimmten Menge meine Stirnhöhlen anfingen zu schmerzen. Da der Schmerz aber auch schnell wieder verflog, konnte ich es nicht lassen immer wieder dieses köstliche Wasser zu trinken. Wahrscheinlich kommt daher meine Vorliebe für möglichst naturbelassenes Wasser ohne Kohlensäure - auch Kranenburger genannt.

    Das zweite hier zu nennende Getränk muss in einem Zusammenhang zu Sommerferienaufenthalten in Cottbus und im Spreewald (wg. der Nähe zu Berlin) stehen. Es ist Fassbrause, eine Limonade mit natürlichen Frucht- und Kräuterzutaten. Ein interessanter Artikel zur Fassbrause ist bei taz erschienen: http://www.taz.de/index.php?id=archivseite&dig=2005/06/25/a0232.

    Ein kleiner Auszug: “[N]üchtern sind Ahorn, Blauwal, CCFliege, Donner, Elok, Faßbrause, Granulat, Hofrichter, Irratio und der Orden Societas Jesu”, schrieb der Dichter Horst Tomayer in dem die Wortkunst kühl zu Ende denkenden Text “Nein zum Rausch” (1995).

    Über das dritte Getränk aus meiner Kindheit könnte man vortrefflich streiten, da es nicht ganz klar ist wie weit die Kindheit reicht. Ich könnte mich auf jeden Fall noch damit herausreden, dass ich erst mit 21 Jahren volljährig geworden bin. Das Getränk ist Bier. Zunächst Malzbier in der einzigen Gastwirtschaft von Bremsnitz (Thüringen) natürlich während eines Sommerferienaufenthalts, ihr habt es sicher schon geahnt. Später, so ca. ab meinem 14. Lebensjahr (im Sommer des Jahres, in dem ich 15 geworden bin) auch Bier vom Fass z.B. beim Siedlerfest in der Kleingartenanlage des schon erwähnten Weißbach / Sachsen.

    1. FrancisBacon on September 25th, 2007 at 14:17

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