Heute ist der Blog Action Day zum Thema Umweltschutz. Der Blogeintrag von Stefan hat mich zum Glück noch einmal daran erinnert.
Auch ich möchte einen Beitrag zum Thema verfassen, der allerdings kein Aufruf dazu ist, an allen Ecken und Enden Energie und Rohstoffe zu sparen. Ich stehe der Umweltschuzwelle da eher ein wenig zwiegespalten gegenüber.
Mir ist durchaus bewusst, dass es fünf vor zwölf ist, wenn ich die Meldungen der größeren und kleineren Umweltkatastrophen in den Medien verfolge.
Ich bin auch mit Sicherheit nicht der Typ, der sagt: Sollen doch die anderen machen, ich nicht.
Ich werde mir aber mit Sicherheit kein schlechtes Gewissen einreden lassen, wenn ich mein tägliches Bad nehme, meine Handtücher doch lieber flauschig aus dem Trockner habe oder auch eine warme Wohnung haben möchte 
Noch ein paar mehr Gedanken dazu:
Wieso soll ich Müll trennen und alles extra sammeln, wenn ich zum Wertstoffhof erstmal einige KM mit dem Auto fahren muss? Am Ende landet mein so sorgfältig getrennter und kilometerweit durch die Gegend gefahrener Müll doch irgendwo und wird dort gelagert.
Kann ich nicht auch etwas für den Umweltschutz tun, wenn ich konsequent Produkte meide, die aus Ländern kommen, in denen Raubbau an der Natur betrieben wird?
Noch mehr kann ich tun, wenn ich solche Länder nicht bereise, sondern meinen wohlverdienten Urlaub “um die Ecke” verbringe. Muss man tausende KM durch die Welt reisen, um zu entspannen?
Kann ich nicht auch aktiv etwas für die Umwelt tun, wenn ich aus meinem Garten ein Paradies für heimische Vögel und Insekten mache? Hecken pflanze, einen Natur Bauerngarten anlege, der ein Paradies für Insekten ist, Regentonne und eigener Kompost bringen neben dem Umweltschutz auch noch Vorteile, weil sie den eigenen Geldbeutel schonen.
Kann ich nicht auch etwas für die Umwelt tun, wenn ich nicht jeden See oder Floss dazu mißbrauche, ungeduscht mit kiloweise Sonnenöl auf der Haut darin einzutauchen und am Ende meinen Müll auch noch da liegenlasse?
Was mich täglich aufs Neue ärgert ist, dass der “kleine Mann” ein schlechtes Gewissen eingeredet bekommt, während unsere Politiker natürlich standesgemäße Fahrzeuge brauchen, ständig durch die Welt reisen müssen und das auch noch mit Fliegern, die nur sie transportieren, dass wohl nur sehr wenige wirklich darauf achten, woher das Holz für die Möbel kommt und woher das Essen bei irgendwelchen Festbanketts geliefert wird.
Ich kann nichts vorpredigen, was ich selbst nicht bereit bin zu tun, genau damit habe ich ein sehr großes Problem, wenn mir mal wieder ein schlechtes Gewissen eingeredet werden soll.
Wenn jeder, und ich meine wirklich jeder, nur eine Kleinigkeit dazu beiträgt, auf die Umwelt zu achten, wäre der Umwelt damit schon geholfen. Wobei ich selbst nicht wirklich davon überzeugt bin, dass alles das, was in Jahrzehnten kaputtgemacht wurde, sich auch wieder regenerieren lässt.
Tags: Blog Action Day, Menschen, Umwelt, Umweltschutz, Welt







































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